Bürgerbräu Arnsdorf
Mit Liebe handwerklich gebraut



Karswald Rauch

Der geheimnisvolle Geschmack der alten Tage. 



Typ: Rauchbier
Alkohol: 5,2 %vol.

Schaum: feinporig, cremig und normal quellend
Farbe: Bernstein und naturtrüb
Aroma: rauchig, Schinken und malzig
Mundgefühl: cremig, moussierend und schlanker Körper
Antrunk: rauchig, malzig und holzig
Haupttrunk: mehr Malz, rauchig, brotig und blumig
Abgang: griffige Bittere mit feinherb malzig rauchigem Ausgang
Besonderheit: optimale Rauchmalzmenge (25%)

Verfügbar: momentan leergetrunken, Nachschub in Planung





Weggabelung im Karswald vom Lehmgrubenweg zur Wüstung Reinhardtswalde.


Namensgebung

Am südlichen Rand von Arnsdorf beginnt der Karswald, ein Waldgebiet mit Wiesen und sumpfigen Flächen, dessen Name im Zusammenhang mit der Adelsfamilie Karras steht, die bereits im 13. Jahrhundert Erwähnung fand. Durch ihn führen drei historisch bedeutende Wege, wie die heute noch viel befahrene Bautzener Landstraße, aber auch der Bischofsweg und die alte Straße in die Lausitz. Genutzt wird er neben der Forstwirtschaft als Naherholungsgebiet, zum Kiesabbau, zur Trinkwassergewinnung und früher auch zum Torfabbau. Das im Karswald durch das dort befindliche Wasserwerk bereitgestellte Trinkwasser besitzt einen zum Brauen besonders gut geeigneten weichen und kalkarmen Charakter, weshalb wir es bei Bürgerbräu Arnsdorf für die Herstellung unserer Biere verwenden. Denn mit über 90% Anteil bestimmt Wasser maßgeblich die Qualität des Bieres. 

Besonders hervorzuheben ist das verlassene Dorf im Karswald, die Wüstung Reinhardtswalde. Diese Siedlung entstand um das 13. Jahrhundert und fiel bereits zwischen 1435 und 1445 wüst. Die Gründe hierfür sind vielfältig und nicht vollständig geklärt. Auch deswegen scheint es sich um einen sagenumwobenen und verwunschenen Ort zu handeln.


Vor Jahren ging zur Sommerzeit ein Handwerksbursche von Dittersbach nach Kleinwolmsdorf. Er benützte den alten Reinhardswalder Weg und kam um die Mittagsstunde durch das wüste Dorf. Heiß brannte die Sonne nieder, doch wohltuend war der kühle Schatten des Waldes. Da stand, als er in einen stillen Wiesengrund kam, hart am Wege ein altes, mit Stroh gedecktes Wirtshaus, aus dem lustige Töne klangen. Er trat näher und merkte, daß hier eine Hochzeit gefeiert und in der niedrigen Gaststube Hochzeitstanz abgehalten wurde. Schüchtern trat der Wanderbursche ein und wunderte sich über die altertümlichen Trachten der Hochzeitsgäste. Wie er so zusah und sich verwunderte, kam die Braut auf ihn zu, forderte ihn zum Tanze auf und tanzte mit ihm. Darauf reichte sie ihm einen Krug mit perlendem Weine. Der Handwerksbursche tat einen kräftigen Zug, sah dem Tanze noch einige Zeit zu und setzte sich darauf draußen vor der Tür auf eine Steinbank nieder. Hier schlief er gar bald ein. Als er erwachte, war kein Wirtshaus mehr zu sehen. Der Wanderbursche saß auf einem bemoosten Steine am Waldesrande, und vor ihm lag eine einsame Waldwiese. Die Sonne neigte sich zum Untergange, und oben in den Wipfeln der Bäume sangen die Vöglein ihr Abendlied. Dem Handwerksburschen war alles wie ein Traum, er stand auf und ging nach Kleinwolmsdorf. Dort erzählte er den Leuten, was ihm begegnet war.
Diese Scheinhochzeit soll sich jedes Jahr wiederholen.

Friedrich Bernhard Störzner: Die Geisterhochzeit. In: Bornematz, hock uff! (Herausgegeben vom Rat der Gemeinde Arnsdorf). Druck- und Verlagshaus Jena, Oktober 1993, S. 36 

Unser Karswald Rauch versucht nun die geheimnisvolle alte Zeit der Sage einzufangen und durch seinen urig rauchigen, im damals üblichen Malzdarren über Feuer begründeten Geschmack ins Glas zu bringen. Auf das dem Handwerksburschen bei der nächsten Geisterhochzeit nicht nur perlender Wein, sondern auch ein Krug süffiges Karswald Rauch ausgeschenkt werden kann.

 
 
 
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