Bürgerbräu Arnsdorf
Mit Liebe handwerklich gebraut



Frau Bornematz

Das undurchsichtige und gespenstisch süffige Schwarzbier. 



Typ: Schwarzbier
Alkohol: 5,1 %vol.

Schaum: feinporig, cremig und normal quellend
Farbe: schwarzbraun mit Rotschimmer und naturtrüb
Aroma: malzig, schokoladig und dezent röstig
Mundgefühl: cremig, geschmeidig und trockene, zart prickelnde Rezenz
Antrunk: malzig, schokoladig und Kaffee
Haupttrunk: Malz, Leder, Biskuit, Milchschokolade und blumig
Abgang: verspielte Bittere mit feinherb malzig und Kaffee-artigem Ausgang
Besonderheit: Verwendung besonderer Karamell- und Röstmalze

Verfügbar: 0,33l Kronkorkenflasche





Schauderhaftes Fleckchen in der Massenei zwischen Brandholz und Flügel VI.


Namensgebung

Wie unser Bockbier Wilder Jäger Berndittrich steht auch unser Schwarzbier mit einer Sagengestalt aus dem Waldgebiet der Massenei in Verbindung. Hierzu hat sich Frau Bornematz oder auch Bornematzen genannt förmlich aufgedrängt bzw. ist im wahrsten Sinne des Wortes uff gehockt (aufgesprungen). Vom widersprüchlichen Wesen dieses Geistes soll nun in 2 Episoden berichtet werden.

In der großen Stube des alten Erblehngerichtes zu Großröhrsdorf saß die Jugend zur Spinnstunde zusammen. Die Großmutter des Hauses saß im hohen Lehnstuhle in der Hölle und erzählte von der Frau Bornematz. 
Als die Erzählerin geendet hatte, sagte einer der Burschen auf der Ofenbank, der da meinte, von allen der Klügste zu sein: "Mir sollte die alte Bornematzen nicht einmal kommen. Ich wollte ihr schon heimleuchten. Vor der fürcht´ich mich schon lange nicht. Ich ..." Das weitere Wort erstarb ihm im Munde. Ein lautes Knallen am Ofen, wie wenn Ohrfeigen ausgeteilt würden. Und so war es auch geschehen. Der vorwitzige Bursche hatte von unsichtbarer Hand ein paar gesalzene Maulschellen bekommen, so daß er laut aufschreiend von der Ofenbank in die Stube fiel. Von dieser Stunde an hat er es nie mehr gewagt, die Frau Bornematz zu verspotten, wenn die Großmutter im Erblehngericht wieder einmal den Spinnerinnen von ihr erzählte.

Friedrich Bernhard Störzner: Frau Bornematz bestraft einen naseweisen Burschen. In: Bornematz, hock uff! (Herausgegeben vom Rat der Gemeinde Arnsdorf). Druck- und Verlagshaus Jena, Oktober 1993, S. 19


Es war im Jahre 1898. Draußen in der Masseney rodete der Bahnarbeiter P. aus Arnsdorf Baumstöcke. Er lud sie dann auf einen Schubkarren, um sie ins Dorf zu bringen. Aber er hatte seine Kräfte überschätzt. Kaum vermochte er den Karren von der Stelle zu bringen, wie sehr er sich auch mühte. Da rief P. halb im Scherz: "Bornematzen, komm und hilf mir!" Kaum hatte er das gesagt, da ist es ihm, als werde der Karren federleicht. Er bringt ihn ohne besondere Anstrengung vorwärts. Selbst über den Tannenberg rollt der Karren wie auf einer Ebene. 

Friedrich Bernhard Störzner: Die Bornematzen hilft. In: Bornematz, hock uff! (Herausgegeben vom Rat der Gemeinde Arnsdorf). Druck- und Verlagshaus Jena, Oktober 1993, S. 21


Unser Schwarzbier Frau Bornematz besticht in seiner Farbe wie seine Namensgeberin mit einem undurchsichtigem Wesen und man kann selbst entscheiden, ob man den Mut aufbringt, einen Versuch zu wagen. Jedenfalls braucht man bei unserem Bier die möglichen Konsequenzen nicht zu fürchten, sondern wird mit einem süffig malzigem Geschmackserlebnis belohnt.

 
 
 
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