Wilder Jäger Berndittrich
Das mitreißend starke und ungezähmte Bockbier.
Typ: Heller Bock
Alkohol: 8,0 %vol.
Schaum: feinporig, cremig und normal quellend
Farbe: bernstein und opal
Aroma: malzig, karamellig und Dörrobst
Mundgefühl: moussierend, leicht ölig, trocken, voller Körper und frisch perlend
Antrunk: malzig, karamellig, Trockenfrüchte
Haupttrunk: malzig, holzig, dezente Sherrynote, weinartig, Honig, Dörrobst, kräutrig
Abgang: schlanke Bittere, dezent herb malzig, dunkelfruchtiger Ausklang
Besonderheit: besonders lange Reifezeit für ein Extra an Vollmundigkeit
Verfügbar: 0.33l Kronkorkenflasche
Verwunschener Pfad entlang des Steinbachs in der Massenei, nahe der Wüstung Rüdigersorf..
Namensgebung
Nordöstlich von Arnsdorf erstreckt sich nicht weit hinter dem Tanneberg das Waldgebiet der Massenei, um das sich von alters her zahlreiche Sagen und Geschichten ranken. So auch die von der Wilden Jagd des Berndittrich, welche zur Namensgebung unseres Hellen Bockbiers inspirierte.
Vor Jahren, als noch zahlreiches Hoch- und Schwarzwild die umfangreiche Masseney belebte, stand mitten in diesem großen Walde ein Jagdhäuschen. In demselben hielten sich von Zeit zu Zeit die Waldheger auf, um von hier aus dem Wilde aufzulauern, besonders aber den wilden Schweinen. Durch ausgestreute Erbsen suchte man diese in die Nähe der Schutzhütte zu locken.
An einem Herbstabende war der alte Waldheger aus Seeligstadt wieder einmal in dem Jagdhäuschen, um seines Amtes zu walten. Doch da der erste Teil der Nacht sehr dunkel war und der Mond erst nach Mitternacht leuchtete, so hatte er sich zu einem kurzen Schlafe auf eine Bank in der Jagdhütte ausgestreckt.
Mehrere Stunden mochte er geschlummert haben. Gegen Mitternacht wird der Schlafende durch ein Geräusch aufgeschreckt. In der Luft rauscht es seltsam, in den Wipfeln der dunklen Waldbäume braust der Herbststurm, Hunde kläffen, Büchsen knallen und Hussa-rufe erschallen. Der alte Waldheger ist darüber sehr verwundert und meint, man wolle ihn um die Beute bringen und das Hoch- und Schwarzwild verscheuchen. Darum springt er ärgerlich vom Lager auf, öffnet das Fenster des Jagdhäuschens und ruft in die rabenschwarze Nacht hinaus: "Halb Part! Halb Part!". Kurze Zeit darauf ist der tolle Lärm vorüber.
Nach einer Stunde geht der Mond auf, es wird hell, und der alte Waldheger verläßt die Jagdhütte, um Beute zu machen. Wie groß ist aber sein Erstaunen, als er draußen vor dem Jagdhäuschen eine große Anzahl erlegter Hirsche und Wildschweine erblickt, die an den Bäumen rings umher aufgehängt sind!
Nun wußte er, wer jenen Höllenlärm verursacht hatte. Berndittrich, der Wilde Jäger, hatte Jagd in der Masseney gehalten und mit dem alten Waldheger die gemachte Beute "Halb Part" redlich geteilt.
Friedrich Bernhard Störzner: Der alte Waldheger und Berndittrich. In: Bornematz, hock uff! (Herausgegeben vom Rat der Gemeinde Arnsdorf). Druck- und Verlagshaus Jena, Oktober 1993, S. 22 f.
Und wie in der Sage verhält es sich mit unserem Hellen Bockbier Wilder Jäger Berndittrich. Ungezähmt, wild und stark kommt es daher in der kalten Jahreszeit und ist doch entgegen kommend, in dem es mit Süffigkeit und mild ausgeprägter Alkoholnote überzeugt. Aber Obacht, man sollte sein Wirkung nicht unterschätzen...
